HTML5-Visualisierungen auch mit CoDeSys 2.3

CoDeSys in der Version 2.3 (also der klassischen Version, die unter anderem von den meisten WAGO-Controllern ausschließlich unterstützt wird) bringt eine eigene Webvisualisierung mit. Die Visu kann über CoDeSys zusammengesetzt werden, sie wird mit dem Programmdownload auf den Controller übertragen.

Das Problem daran: Die Visu besteht aus einem Java-Applet, das von manchen Browsern überhaupt nicht ausgeführt wird, unter anderem von Chrome oder mobilen Browsern.

CODESYS 3.5 bringt eine neue Visualisierung auf HTML5-Basis mit, die deutlich besser funktioniert. Jedoch laufen die „klassischen“ WAGO-Controller nicht mit CODESYS 3.5, wer nicht gerade einen PFC200 oder PFC100 einsetzt, wird davon nichts sehen.

Es gibt ein Projekt namens WebVisu auf sourceforge, das sich dieses Problems annimmt. Es stellt auf dem integrierten Webserver der Controller eine HTML5-Visu bereit, die mit CoDeSys 2.3 zusammenarbeitet und in wenigen Schritten auf den Controller „installiert“ werden kann.

Installiert insofern in Anführungszeichen, als dass diese Installation lediglich aus dem Kopieren einer einzelnen HTML-Datei auf den Controller besteht. Laut Wiki ist WebVisu kompatibel mit der WAGO 750-841 und dem Beck IPC, zufällig besitze ich einen uralten Controller 750-841 bei dem leider die Buskontakte nicht mehr besonders zuverlässig sind, aber zum Testen reicht es allemal.
Vermutlich funktioniert die Visu auch bei den anderen 750-8xx Controllern mit CoDeSys-WebVisu, davon habe ich allerdings kein Gerät zum spielen.

Die WebVisu.html wird einfach auf dem Controller unter /webserv abgelegt und ist danach unter der IP des Controllers unter /webserv/WebVisu.html zu finden.

Die Visualisierung wird unter CoDeSys ganz normal erstellt, das JAVA-Applet ist nachher auch problemlos nutzbar. Die HTML5-WebVisu ist nur zusätzlich vorhanden.

Zum Test habe ich einfach einen inkrementierenden Wert auf eine 8-fach Ausgangsklemme geschrieben und diesen Wert außerdem in der Visu als Zahlenwert, als LED-Zustand und als Kreisdiagramm dargestellt. Außerdem habe ich noch einen Toggle-Taster mit einer booleschen Variable eingefügt, um auch diesen Fall testen zu können.
Direkt in CoDeSys sieht das so aus:

Webvisualisierung und ST-Programm in CoDeSys 2.3
Webvisualisierung und ST-Programm in CoDeSys 2.3

In Chrome fehlt das Kreisdiagramm, generell werden neben dynamischen Formen wie dem Kreissegment auch Tabellen und Skalen nicht angezeigt. Vermutlich fehlen diese Darstellungen in der HTML5-WebVisu einfach:

HTML5 WebVisu in Chrome auf dem Desktop
HTML5 WebVisu in Chrome auf dem Desktop

Auf dem Smartphone wird die WebVisu quasi identisch dargestellt:

HTML5 WebVisu in Chrome auf einem Android Smartphone
HTML5 WebVisu in Chrome auf einem Android Smartphone

Die Bedienung der Schaltfläche funktioniert übrigens einwandfrei, sowohl im Desktop-Browser als auch auf dem Smartphone und die Grafikaktualisierung ist ziemlich flott und ohne Ruckeln.

Alles in allem also eine sehr passende Lösung für Leute, die eine einfache Webvisualisierung unter CoDeSys 2.3 erstellen wollen, die auch ohne JAVA-Applet und damit auch auf mobilen Geräten bedienbar ist.

Die Uhr ging falsch bei eplus

Heute Mittag stellte ich mit erstaunen mehrfach fest, dass ich mich in der Uhrzeit geirrt habe. Ich habe mehrfach von meinem Smartphone die Uhrzeit abgelesen und kurze Zeit später anderswo auf einer anderen Uhr festgestellt, dass gerade innerhalb einer halben Minute etwa 10 Minuten vergangen sein mussten.

Das war äußerst verwirrend, weil mir das sonst nicht passiert. Ich habe ein recht gutes Zeitgefühl und wenn ich gefühlt alle 10 Minuten auf eine Uhr sehe, sind meistens auch ziemlich genau 10 echte Minuten vergangen.

Die Lösung heute:
Offenbar gingen die Uhren im eplus-Mobilfunknetz verkehrt.

Die Uhrzeit wurde von eplus falsch gesendet
Die Uhrzeit wurde von eplus falsch gesendet

Laut eplus soll das Problem behoben sein. Da aber die Mobiltelefone nicht ständig nach der aktuellen Uhrzeit fragen, geht zumindest mein OnePlus One noch etwa 10 Minuten nach. Ein Neustart des Gerätes oder das Aus- und wieder Einschalten des Mobilfunknetzes behebt das Problem.

Strom für Unterwegs

Ich bin relativ häufig unterwegs und dann oft in Gebäuden, in denen es nicht alle paar Meter eine Steckdose gibt, an der man ein mobiles Gerät laden könnte. Auch lange Autofahrten gehören dazu und auch hier ist es eher schlecht, wenn man mit den üblichen Ladeadaptern ein Smartphone im Navi-Betrieb versorgen möchte, das derart Stromhungrig ist, wie ein Oneplus One.

Ich kaufte daher ende April eine Powerbank und entschied mich letztlich für die PB15000Q von EasyAcc, da diese auf Amazon gute Bewertungen und einen guten Preis hatte. Da ich damit ziemlich zufrieden bin, schreibe ich hier meine Erfahrungen damit auf, falls auch andere auf der Suche nach einer vernünftigen Saftquelle für unterwegs sind.

Der Akku hat, wie der Name schon vermuten lässt eine Kapazität von 15000mAh und eine Eingangs- und Ausgangsspannung von 5 Volt. Mit 350 Gramm bringt er gut was auf die Waage, was für mich aber kein Problem ist, da ich eigentlich immer eine Tasche dabei habe.
Zur Kapazität sollte man vielleicht noch schreiben, dass EasyAcc wie eigentlich jeder Anbieter nicht dazu schreibt, dass 15Ah bei 3,7 Volt Akkuspannung gemeint sind, nicht bei 5 Volt, die nach dem Wandler bereitstehen. Ein Blick in die technischen Daten verrät aber, dass es sich um 55,5Wh handelt, welche bei 5 Volt nur noch 11,1Ah entsprechen.
Der Ladestand wird über vier LEDs angezeigt, die beim Laden ständig leuchten. Wird kein Gerät geladen, kann der Indikator über eine kleine Taste eingeschaltet werden, die LEDs schalten sich dann nach wenigen Sekunden wieder aus.

Powerbank EasyAcc PB15000Q
Powerbank EasyAcc PB15000Q

Ich habe die Powerbank wie gesagt nun seit April und seitdem ständig dabei. Sie hat uns während eines Zelturlaubs treue Dienste geleistet (Doppelbelastung, gleich 2 Oneplus One) und mich oft vor dem kommunikativen Ernstfall bewahrt und war auf Flugreisen ein treuer Begleiter (übrigens: wenn ihr nur nach Helsinki fliegt, braucht ihr keine Powerbank, dort gibt es neben kostenlosem WLAN überall USB-Ladebuchsen und Steckdosen).

Ladeports der Powerbank EasyAcc PB15000Q
Ladeports der Powerbank EasyAcc PB15000Q

Sie hat mehrere Ladeports für verschiedene Ladeströme: 2,4A; 1,3A; 1,0A; 2,0A. Insgesamt stellt sie gleichzeitig höchstens 3,1A zur Verfügung. Geladen wird sie mit maximal 2A.
Mein Smartphone (3100mAh) kann ich an dem Akku etwa 3 mal laden (was ich jedoch nicht empfehle, da es die Lebenszeit des Akkus erhöht, ihn nicht bis zum Ende zu entladen).

Verluste sind bisher nicht zu vermelden, die Kapazität ist zumindest bisher ziemlich gleich geblieben (gefühlt, ich habe nicht nachgemessen).