NFS-Probleme bei altem NAS und Ubuntu oder Debian beheben (Synology mit altem DSM)

Vor einiger Zeit kaufte ich mir über eBay günstig eine gebrauchte Synology DiskStation DS509+, also ein NAS (Network Attached Storage) für fünf Festplatten.

Auf meinem PC (Ubuntu) sind die diversen Ordner über NFS (Network File System) in der fstab eingetragen, werden dementsprechend beim Start gleich eingebunden und sind lokal verfügbar. Bis vor einer Weile lief das auch alles super so. Bis zu einem Distributionsupgrade. Seitdem meckert NFS mit folgender Fehlermeldung:

NFS: nfs4_discover_server_trunking unhandled error -22. Exiting with error EIO

Ich vermutete, dass es an der völlig veralteten Version des DiskStationManagers (DSM, das Betriebssystem der DiskStation) handelt, dessen NFS-Version nicht mehr mit modernen Betriebssystemen kompatibel ist. Leider werden die alten Geräte nicht weiter mit Updates versorgt.
Ich habe mich nun bereits länger nicht mehr mit diesem Problem beschäftigt, da ich die DiskStation im Grunde genommen am PC nicht wirklich nutze, heute stolperte ich aber durch Zufall über die Lösung, als ich für die Einrichtung eines anderen Gerätes etwas zu NFS recherchierte: Es gibt eine Mountoption „nfsvers“, mit der die Version des zu nutzenden NFS-Protokolls gewählt werden kann. Gibt man „nfsvers=2“ als Mountoption an, lässt sich der entfernte Ordner wieder mounten.

fstab Einträge für NFS-Laufwerke auf der Diskstation
fstab Einträge für NFS-Laufwerke auf der Diskstation

Raspberry Pi als „Cloud“ oder NAS?

Es geisterte ja heute durch das gesamte Internet und somit auch an mir vorbei: Western Digital plant, eine Vielzahl von Netzwerkspeichern auf Basis einer speziellen WD-Festplatte und einem Raspberry Pi auf den Markt zu schmeißen unter dem klangvollen Namen PiDrive. Das ganze ist derzeit in der Entwicklungsphase bei WDLabs (der aktuelle Stand lässt sich wohl aber in Amerika bereits kaufen) und soll mit OwnCloud ausgeliefert werden.

Ich bin ja ein großer Fan des Raspberry Pi und habe privat einen Raspberry Pi B, B+ und seit neuestem auch einen Raspberry Pi 2 B als Mediacenter. Die Dinger machen sich echt gut, sei es als 24/7 Monitor-Device, als Bastelgerät für SPS-Spielereien oder Modbus-Erweiterung derselben für Aufgaben, die ein Linuxrechner einfach besser hin bekommt.

Allerdings fingen schon beim Lesen der Überschriften bei mir die Warnlichter an zu leuchten: Der Netzwerkadapter (10/100 MBit/s) wird vom USB 2.0-Controller bereitgestellt. USB 2.0 hat eine theoretische Bandbreite von bis zu 480MBit/s, davon bleiben vielleicht so 400MBit/s tatsächlich übrig. Insgesamt können also über LAN und USB etwa 50MByte/s übertragen werden.
Der Ethernet-Port hat eine Übertragungsrate von 100MBit/s, was etwa 12MByte/s entspricht.

Das reicht natürlich. Für die Sachen, die man mit nem Raspberry Pi so macht: Webcamstream, Bastelcomputer, Mediacenter usw.
Wenn es aber darum geht, Daten im lokalen Netzwerk vorzuhalten, sind 100MBit/s nicht besonders schön. Erst recht nicht, wenn man beispielsweise das Netzlaufwerk auf einem anderen Rechner einbinden will. Da sind die Kapazitätsgrenzen schnell erreicht, vor allem, wenn eventuell zwei Rechner gleichzeitig Daten haben wollen. Wenn man Sachen aus dem Netz läd, ist sowas zu verschmerzen (da wären 100MBit/s ja fast das obere Ende), aber das will man ja eigentlich nicht auf Geräten haben, die im internen Gigabit-LAN Daten vorhalten sollen.

Klar, das Ding kostet auch nicht viel, da kann man nicht viel verlangen. Ich würde aber sagen, dass es einfach das falsche Gerät ist, um ein NAS oder eine Cloud wie OwnCloud bereitzustellen, auf der mehr als nur ein paar MP3 und Urlaubsfotos gespeichert werden (von der Datensicherheit mal abgesehen). Es gibt inzwischen viele andere Anbieter günstiger Mini-Computer, die dann auf andere Bereiche spezialisiert sind.

via: t3n, Heise

Bild: Owncloud