1&1 DSL-Test für 100 Mbit/s

Seit etwa einer Woche ist für unseren DSL-Anschluss der 1&1-Tarif DSL 100 aktiv. Laut Angebot hat dieser Tarif eine Geschwindigkeit von 100 Mbit/s downstream und 40 Mbit/s upstream.

Vorher hatte ich einen Tarif mit 50 Mbit/s, der aber inzwischen tatsächlich teurer ist, als der doppelt so schnelle aktuelle Tarif. Von den 50 Mbit/s kamen tatsächlich meistens über 48 Mbit/s in der Wohnung an, bisher war also alles vorbildlich.

Da mich nach dem Upgrade hin und wieder Menschen fragten, wie es dem Versprechen-zu-Wirklichkeit-Verhältnis bei 1&1 DSL 100 aussieht, veröffentliche ich hier mal das Ergebnis des Breitbandtests:

Breitbandtest für 1&1 DSL 100, Ergebnis: 93,82 Mbit/s downstream, 35,25 Mbit/s upstream
Breitbandtest für 1&1 DSL 100

Das Ergebnis ist durchaus gut, es kommen etwa 93 Mbit/s downstream und 35 Mbit/s upstream an, das kommt relativ nah an die maximal zu erwartenden Werte heran. Den Test habe ich in der letzten Woche des öfteren mit ähnlichen Ergebnissen ausgeführt.

Natürlich wird das von Ort zu Ort abweichen, aber grundsätzlich scheint es in Berlin im Stadtbereich durchaus möglich zu sein, die zugesicherte Leistung auch zu erhalten.

Raspberry Pi als „Cloud“ oder NAS?

Es geisterte ja heute durch das gesamte Internet und somit auch an mir vorbei: Western Digital plant, eine Vielzahl von Netzwerkspeichern auf Basis einer speziellen WD-Festplatte und einem Raspberry Pi auf den Markt zu schmeißen unter dem klangvollen Namen PiDrive. Das ganze ist derzeit in der Entwicklungsphase bei WDLabs (der aktuelle Stand lässt sich wohl aber in Amerika bereits kaufen) und soll mit OwnCloud ausgeliefert werden.

Ich bin ja ein großer Fan des Raspberry Pi und habe privat einen Raspberry Pi B, B+ und seit neuestem auch einen Raspberry Pi 2 B als Mediacenter. Die Dinger machen sich echt gut, sei es als 24/7 Monitor-Device, als Bastelgerät für SPS-Spielereien oder Modbus-Erweiterung derselben für Aufgaben, die ein Linuxrechner einfach besser hin bekommt.

Allerdings fingen schon beim Lesen der Überschriften bei mir die Warnlichter an zu leuchten: Der Netzwerkadapter (10/100 MBit/s) wird vom USB 2.0-Controller bereitgestellt. USB 2.0 hat eine theoretische Bandbreite von bis zu 480MBit/s, davon bleiben vielleicht so 400MBit/s tatsächlich übrig. Insgesamt können also über LAN und USB etwa 50MByte/s übertragen werden.
Der Ethernet-Port hat eine Übertragungsrate von 100MBit/s, was etwa 12MByte/s entspricht.

Das reicht natürlich. Für die Sachen, die man mit nem Raspberry Pi so macht: Webcamstream, Bastelcomputer, Mediacenter usw.
Wenn es aber darum geht, Daten im lokalen Netzwerk vorzuhalten, sind 100MBit/s nicht besonders schön. Erst recht nicht, wenn man beispielsweise das Netzlaufwerk auf einem anderen Rechner einbinden will. Da sind die Kapazitätsgrenzen schnell erreicht, vor allem, wenn eventuell zwei Rechner gleichzeitig Daten haben wollen. Wenn man Sachen aus dem Netz läd, ist sowas zu verschmerzen (da wären 100MBit/s ja fast das obere Ende), aber das will man ja eigentlich nicht auf Geräten haben, die im internen Gigabit-LAN Daten vorhalten sollen.

Klar, das Ding kostet auch nicht viel, da kann man nicht viel verlangen. Ich würde aber sagen, dass es einfach das falsche Gerät ist, um ein NAS oder eine Cloud wie OwnCloud bereitzustellen, auf der mehr als nur ein paar MP3 und Urlaubsfotos gespeichert werden (von der Datensicherheit mal abgesehen). Es gibt inzwischen viele andere Anbieter günstiger Mini-Computer, die dann auf andere Bereiche spezialisiert sind.

via: t3n, Heise

Bild: Owncloud