Pentax K-50 Blendenfehler „reparieren“

Seit 2014 besitzen wir eine digitale Spiegelreflexkamera, eine Pentax K-50. Wir haben sie seitdem tatsächlich nicht sehr oft genutzt, aber haben sie trotzdem ziemlich lieb. Leider verließ uns heute das Glück mit der Kamera, von einem Bild auf das andere war alles schwarz, nur sehr helle Stellen waren auf Bildern noch erkennbar.

Nach kurzer Recherche stellte ich fest: Dies ist ein bekanntes Problem der Pentax K-50 und auch der K-30. Eine Reparatur außerhalb der Garantie kostet vermutlich etwa 200€. Die Kamera kostete damals etwa 550€, das Verhältnis passte mir nicht, daher versuchte ich es selbst. Mit Erfolg. Das Problem ist nur ein verklemmter Magnetanker, der in einem Spulenkörper hin und her gleiten muss, sich aber verkeilt. Das lässt sich problemlos minimalinvasiv beheben.

Damit andere eventuell auf der Suche nach der Lösung des gleichen Problems fündig werden, schreibe ich auf, was ich tat. Aber beachtet bitte, dass jegliches Herumschrauben am Gerät die Garantie erlöschen lässt. Ihr seid für Schäden selbst verantwortlich.

Zuerst fotografierte ich die Kamera von allen Seiten und druckte die Fotos aus, um die entnommenen Schrauben auf dem Ausdruck zu fixieren. Hier sind es nicht sonderlich viele, dennoch hilft es, den Überblick zu behalten und nichts zu verwechseln.

Pentax K-50 steht auf einem Foto-Ausdruck, die Schrauben sind an den entsprechenden Stellen auf dem Ausdruck festgeklebt.

Gelöst werden müssen die Schrauben des Gehäuse-Oberteils, sowie eine Schraube im Batteriefach. Dafür sollte das Objektiv abgenommen und sowohl das Objektiv, als auch der Kamera-Körper mit den dafür vorgesehenen Kappen verschlossen werden.

Auf den folgenden Bildern ist zu sehen, welche Schrauben zu entfernen sind. Die Reihenfolge ist egal.

Sind die Schrauben alle entfernt, kann das Oberteil der Kamera einfach nach oben abgezogen werden.
Vorsicht: Kamera und Oberteil sind mit Litzen und Flachbandkabeln mit einander verbunden. Also nicht zu stark ziehen. Das Gehäuse kann dort hängen bleiben.

Ist das Oberteil abgenommen, sieht man rechts unter dem Mikrofon eine kleine Spule, die mit Kupferdraht gewickelt ist. In der Spule steckt ein beweglicher Anker/Kern.

Das Obergehäuse ist entfernt, der Blick auf die Platinen ist frei. Innen in Objektivnähe, unter dem Mikrofon befindet sich die Spule mit dem festgeklemmten Anker.
Das Obergehäuse ist entfernt, der Blick auf die Platinen ist frei. Innen in Objektivnähe, unter dem Mikrofon befindet sich die Spule mit dem festgeklemmten Anker.

Ich habe nun einen spitzen Schraubendreher genutzt, um den Anker vorsichtig nach vorne zu drücken. Mit einem nicht ganz kleinen Ruck löste er sich aus der Spule und schnappte wieder nach vorn. Das Problem ist damit behoben.