Über die Unsinnigkeit von AdBlocker-Blockern

Oder: Wieso AdBlocker der Werbebranche eigentlich helfen müssten…

Aktuell spricht ja das ganze Internet über die AdBlocker-Blocker-Initiative von bild.de. Wer nicht mitbekommen hat, worum es geht, sollte einfach mal die Website der BILD mit eingeschaltetem Werbeblocker aufsuchen: Man sieht nicht viel bzw. nur den Hinweis, dass man den Werbeblocker ausschalten muss, um in den Genuss dieser Seite zu kommen:

AdBlock-Blocker auf bild.de
AdBlock-Blocker auf bild.de

Es wurden bereits Möglichkeiten gefunden, diesen Schutz zu umgehen (es ist nicht sonderlich kompliziert), es gibt einen Schwung neuer Browsererweiterungen, die zurück schießen und alle Springer-Seiten blocken (durchaus ein edles Unterfangen) und eine riesige Diskussion um das Ganze.

Was mir dabei etwas fehlt (zumindest las ich darüber bislang nichts) ist eine andere Ansicht:
Meiner Meinung nach sollten doch Werbeblocker den Werbetreibenden und den Vermarktern helfen und nicht schaden.
Wenn ich mich entscheide, keine Werbung sehen zu wollen und einen Werbeblocker installiere, gehöre ich doch auch mit ausgeschaltetem Blocker nicht zu den Personen, die für die Werbeanzeigen empfänglich sind und diese vielleicht sogar anklicken.

Klar, für eine Seite, die für Werbung nach Impressions bezahlt wird und nicht pro Klick oder pro Kauf ist es schlecht, wenn die Werbung niemand sieht. Aber ganz ehrlich, die Werbung auf solchen Seiten hat selten die Qualität wie die in Hochglanzmagazinen, die man sich gerne ansieht und von der vielleicht auch etwas hängen bleibt. Die typische Werbung auf Internetseiten ist schrill und soll zum Klicken verleiten.

Ein Werbeblocker hilft doch hier jedem (außer der Seite, die nach Impressions bezahlt wird), die Spreu vom Weizen zu trennen und die Werbung nur denen anzuzeigen, die auch Werbung sehen wollen und eventuell darauf klicken könnten. So kann man davon ausgehen, dass nur für Impressions bezahlt werden muss, wenn der Besucher die Werbung überhaupt beachtet, bei Werbung, die pro Klick abgerechnet wird, ist es doch sowieso egal.

Geschwindigkeitstest IOCrest PCIe SATA III Controller

Ich habe seit neuestem sechs Festplatten und ein CD/DVD-Laufwerk in meinem Desktop-Computer. Mein Mainboard (ASRock H67M-GE/HT) hat allerdings nur 3 SATA II Slots und 2 SATA III Slots. Meine beiden SSDs möchte ich natürlich via SATA III betreiben, bleibt also nur noch Platz für zwei Festplatten und das CD/DVD-Laufwerk.

Aus diesem Grunde musste ein weiterer SATA-Controller her, in diesem Fall ist nun eine PCIe-Karte (X1) von IOCrest (Modell SI-PEX40064) verbaut, die laut Beschreibung SATA III mit 6Gb/S bereitstellt.

Der Controller funktioniert wunderbar und auch unter Linux out of the box (die Unterstützung für Linux steht sogar auf dem Karton).
Falls mal jemand nach einem günstigen SATA-Controller sucht, kann ich diesen also durchaus empfehlen.

Nun mal zu den Daten:

Gemessen habe ich zwei Crucial M4 SSDs. Zuerst am SATA III Port meines Mainboards:

florian@wd:~$ sudo hdparm -tT --direct /dev/sdd
/dev/sdd:
Timing O_DIRECT cached reads: 618 MB in 2.01 seconds = 308.18 MB/sec
Timing O_DIRECT disk reads: 1152 MB in 3.01 seconds = 383.31 MB/sec

florian@wd:~$ sudo hdparm -tT --direct /dev/sdc
/dev/sdc:
Timing O_DIRECT cached reads: 614 MB in 2.00 seconds = 306.79 MB/sec
Timing O_DIRECT disk reads: 1158 MB in 3.00 seconds = 385.42 MB/sec

Und am Controller:

florian@wd:~$ sudo hdparm -tT --direct /dev/sda
/dev/sda:
Timing O_DIRECT cached reads: 718 MB in 2.00 seconds = 358.90 MB/sec
Timing O_DIRECT disk reads: 1082 MB in 3.00 seconds = 360.60 MB/sec

florian@wd:~$ sudo hdparm -tT --direct /dev/sdb
/dev/sdb:
Timing O_DIRECT cached reads: 718 MB in 2.00 seconds = 358.74 MB/sec
Timing O_DIRECT disk reads: 1076 MB in 3.00 seconds = 358.59 MB/sec

Falls es wen interessiert hier noch die Werte eines Software-RAID 1 mit zwei WD Blue ATA WDC WD10EZEX-00U an besagtem Controller:

florian@wd:~$ sudo hdparm -tT --direct /dev/md1
/dev/md1:
 Timing O_DIRECT cached reads:   652 MB in  2.00 seconds = 325.69 MB/sec
 Timing O_DIRECT disk reads: 426 MB in  3.02 seconds = 141.25 MB/sec

Distributionsunabhängige Hardware mit Windows-Exklusiven Updates

Update: Der ASRock-Support hat sich zu dem Thema geäußert. Siehe unten.

Um in meinen PC einen Prozessor einer neueren Generation (Ivy Bridge) einbauen zu können, brauchte das etwas angestaubte BIOS ein Update.

Es ist jetzt auch nicht das erste Mal, dass ich so etwas mache, normalerweise gibt es ein ROM zum Download beim Hersteller des Mainboards, manchmal auch deutlich komfortablere Lösungen, die direkt im BIOS vom USB-Stick geflasht werden können. Alles kein Problem.

Anders bei meinem Mainboard. ASRock (H67M-GE/HT) stellt nämlich ausschließlich ein Update-Tool für Windows bereit, die ausführbare Datei ist dabei gleichzeitig Tool und ROM und muss aus einem nativ laufenden Windows ausgeführt werden. Einen Teil der Daten tauscht die Software bei laufendem System aus, bootet dann ins BIOS und flasht den Chip dann vollständig. Eigentlich auch sehr komfortabel. Aber eben nur für Windows. Der Hersteller bietet keinerlei Möglichkeit an, das BIOS über einen DOS-Stick oder über das automatische Update, das auch in diesem BIOS schon vorhanden ist zu flashen.

Da steht man also mit einem Rechner, auf dem nur verschiedene Linuxe laufen und versucht ein völlig distributionsunabhängiges Stück Hardware zu aktualisieren, für das es der Hersteller offensichtlich nicht für nötig erachtet, einen einigermaßen distributionsunabhängigen Update-Weg zur Verfügung zu stellen.

Ich habe letztendlich auf einer bis dato leeren Partition Windows 8 als Evaluationsversion installiert, das BIOS geflasht und die Partition wieder geplättet. Wohl dem, der einen USB-Stick mit einer guten Geschwindigkeit an seinen PC stecken kann.

Update:

Der Support hat sich gemeldet und erklärt, wieso es nur das Windows-Tool gibt, nicht aber die Dateien zum Flashen oder InstantFlash-Datei. Es gab 2011 eine Rückrufaktion von Intel, der Verbaute Chipsatz hatte wohl Probleme mit dem SATA-Controller und es wurden keine Ivy-CPUs unterstützt.
Damit sichergestellt ist, dass das Update des BIOS nicht zu diesen Problemen führt, wurde nur dieses Tool veröffentlicht, das erst prüft, ob ein Update möglich ist und dieses erst dann ausführt. Und das Tool gibt es eben in diesem Fall nur für Windows.

Der Support prüft aber offensichtlich bereitwillig, ob das jeweilige Board davon betroffen ist und sendet die InstantFlash-Datei zu, wenn alles okay ist.