Die #MRMCD15 aus meiner Sicht

Ein Freund und Kollege und ich wurden eingeladen, auf den diesjährigen MetaRheinMainChaosDays in Darmstadt einen Vortrag zu halten, was wir auch sehr gerne taten, ich nutzte die Gelegenheit aber auch, meinem ersten Hacker-Event beizuwohnen und sah mir einige Vorträge an und redete mit Menschen.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es ziemlich toll war und ich selten eine so harmonische Zusammenkunft von Leuten erlebt habe (die Schilder mit der Aufschrift „Be excellent to each other“ waren allgegenwärtig, aber offensichtlich unnötig). Die Speaker (und alle anderen) wurden sehr gut umsorgt und die Besucher waren sehr freundlich und aufgeschlossen.

Am Freitag kam ich relativ spät zum Event und sah mir auch nur den Vortrag von jiska über Wireless Physical Layer Security an, der zwar recht tiefgehend, aber auch für Laien wie mich interessant war (wobei ich mir hier kein Fazit zutraue).

Am Samstag besuchte ich den sehr interessanten Vortrag „Two decades later – Keysigning in the 2000s“ von Tobias Müller, der einigen sicher von GNOME und der GNOME Foundation bekannt sein dürfte. Er redete über komplizierte und nicht besonders spaßige bisherige Möglichkeiten, gegenseitig Schlüssel zu signieren und stellte dann ein Tool vor, mit dem er hier wenigstens mit der Verbesserung beginnen will. Das Tool werde ich sicherlich demnächst ausprobieren und etwas darüber schreiben.

Danach besuchte ich noch „Social Engineering und Industriespionage“ von David Kelm, der Vortrag war zwar interessant, allerdings recht kurz und oberflächlich (sprich: nichts neues).

Nach unserem Vortrag setzte ich mich dann noch in beide Vorträge zum Thema Nah- und Fernverkehrs API, davon wurde allerdings nur einer aufgezeichnet (I like trains), beide Vorträge (der andere hieß Nahverkehrs-APIs in Deutschland) waren informativ und gut und ergänzten sich.

Heute morgen ging es für mich los mit einem Vortrag von maxfragg, für den ich extra an einem Sonntag früh aus dem Bett kam: Porträt einer alten Dame – Was uns die Zuse Z23 über Rechnerarchitektur lehrt.
Ich hatte Max am Samstag in der Speakers Lounge kennen gelernt und vorher bei ihm im Blog schon etwas über „seine“ Zuse Z23 gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht, für Liebhaber alter Elektronik wie mich war der Vortrag genau richtig, ich habe mich später noch weiter mit ihm darüber unterhalten.

Danach hielt Frantisek Algoldor Apfelbeck im gleichen Raum einen Vortrag mit dem Namen „fermenting together for better future„, den ich mir auch noch ansah.
Frantisek habe ich am Abend vorher in seiner „Food Hacking Base“ schon getroffen, wo ich den Schluss einer sehr langen Käseverkostung miterlebte.
Der Vortrag war etwas trocken, Frantisek stellte quasi seinen Businessplan vor, nach dem er in den nächsten Jahren in Europa eine Art halbkommerziellen Hackerspace für Nahrungsexperimente aufbauen will. Er sucht dazu sowohl Platz, als auch Sponsoren.

Das war es dann auch für mich, die restlichen Vorträge werde ich als Video nachholen.
Es war ein schönes Wochenende unter interessanten Leuten und ich werde mal versuchen, nächstes Jahr wieder da zu sein (und vielleicht zwischendurch mal auf anderen Events).

Update: Völlig vergessen habe ich das Nerf-Gun-Schießen heute nachmittag. Auch das war natürlich toll und hat für das erste Mal ziemlich gut geklappt (ich habe fast alle Flaschen sofort getroffen, nur eine hat sich vehement gewehrt und ist ständig weg gesprungen). Danke also auch an @TeamTimanfaya und @Habrok42.

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