Schlag mich Kleinkind, noch einmal!

Hier ein Video von gleich zwei Youtubern, die ich erst gestern Abend entdeckte und allen sehr ans Herz legen kann (theclavinover und mariemeimberg):

Ein Gruß geht an alle, die bei der Überschrift an alte Zeiten in einem kleinen, geheimen IRC- und später Jabber-Channel denken müssen. Hallo Elogy, ich war so frei.

Strom für Unterwegs

Ich bin relativ häufig unterwegs und dann oft in Gebäuden, in denen es nicht alle paar Meter eine Steckdose gibt, an der man ein mobiles Gerät laden könnte. Auch lange Autofahrten gehören dazu und auch hier ist es eher schlecht, wenn man mit den üblichen Ladeadaptern ein Smartphone im Navi-Betrieb versorgen möchte, das derart Stromhungrig ist, wie ein Oneplus One.

Ich kaufte daher ende April eine Powerbank und entschied mich letztlich für die PB15000Q von EasyAcc, da diese auf Amazon gute Bewertungen und einen guten Preis hatte. Da ich damit ziemlich zufrieden bin, schreibe ich hier meine Erfahrungen damit auf, falls auch andere auf der Suche nach einer vernünftigen Saftquelle für unterwegs sind.

Der Akku hat, wie der Name schon vermuten lässt eine Kapazität von 15000mAh und eine Eingangs- und Ausgangsspannung von 5 Volt. Mit 350 Gramm bringt er gut was auf die Waage, was für mich aber kein Problem ist, da ich eigentlich immer eine Tasche dabei habe.
Zur Kapazität sollte man vielleicht noch schreiben, dass EasyAcc wie eigentlich jeder Anbieter nicht dazu schreibt, dass 15Ah bei 3,7 Volt Akkuspannung gemeint sind, nicht bei 5 Volt, die nach dem Wandler bereitstehen. Ein Blick in die technischen Daten verrät aber, dass es sich um 55,5Wh handelt, welche bei 5 Volt nur noch 11,1Ah entsprechen.
Der Ladestand wird über vier LEDs angezeigt, die beim Laden ständig leuchten. Wird kein Gerät geladen, kann der Indikator über eine kleine Taste eingeschaltet werden, die LEDs schalten sich dann nach wenigen Sekunden wieder aus.

Powerbank EasyAcc PB15000Q
Powerbank EasyAcc PB15000Q

Ich habe die Powerbank wie gesagt nun seit April und seitdem ständig dabei. Sie hat uns während eines Zelturlaubs treue Dienste geleistet (Doppelbelastung, gleich 2 Oneplus One) und mich oft vor dem kommunikativen Ernstfall bewahrt und war auf Flugreisen ein treuer Begleiter (übrigens: wenn ihr nur nach Helsinki fliegt, braucht ihr keine Powerbank, dort gibt es neben kostenlosem WLAN überall USB-Ladebuchsen und Steckdosen).

Ladeports der Powerbank EasyAcc PB15000Q
Ladeports der Powerbank EasyAcc PB15000Q

Sie hat mehrere Ladeports für verschiedene Ladeströme: 2,4A; 1,3A; 1,0A; 2,0A. Insgesamt stellt sie gleichzeitig höchstens 3,1A zur Verfügung. Geladen wird sie mit maximal 2A.
Mein Smartphone (3100mAh) kann ich an dem Akku etwa 3 mal laden (was ich jedoch nicht empfehle, da es die Lebenszeit des Akkus erhöht, ihn nicht bis zum Ende zu entladen).

Verluste sind bisher nicht zu vermelden, die Kapazität ist zumindest bisher ziemlich gleich geblieben (gefühlt, ich habe nicht nachgemessen).

Kurz notiert: Dateimanager Sunflower

Mein relativ altes Laptop (Lenovo 3000 N200) wollte gerne wiederbelebt werden und bekam von mir heute ein frisches Fedora. In diesem Zuge probierte ich den Windowmanager i3 aus und suchte dafür nach einem guten Dateimanager.

Bisher hatte ich mit diesem Thema keine großen Berührungspunkte, die meisten Desktops bringen einen Standard-Dateimanager mit, momentan nutze ich Mate mit Caja auf meinem Desktop-PC.

Nach kurzem stöbern, was denn der „beste“ Dateimanager sei, stieß ich auf „Sunflower„, einen zweispaltigen Dateimanager in Python und GTK, der sich auch in i3 super einfügt.

Es werden neben den Quellen auch fertige Downloads für verschiedene Distributionen angeboten.

Falls also gerade jemand auf der Suche nach einem neuen Dateimanager ist, der viele nette Funktionen mitbringt und neben der Vollständigkeit auch offensichtlich stabil läuft: Einfach mal ausprobieren.

Die #MRMCD15 aus meiner Sicht

Ein Freund und Kollege und ich wurden eingeladen, auf den diesjährigen MetaRheinMainChaosDays in Darmstadt einen Vortrag zu halten, was wir auch sehr gerne taten, ich nutzte die Gelegenheit aber auch, meinem ersten Hacker-Event beizuwohnen und sah mir einige Vorträge an und redete mit Menschen.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass es ziemlich toll war und ich selten eine so harmonische Zusammenkunft von Leuten erlebt habe (die Schilder mit der Aufschrift „Be excellent to each other“ waren allgegenwärtig, aber offensichtlich unnötig). Die Speaker (und alle anderen) wurden sehr gut umsorgt und die Besucher waren sehr freundlich und aufgeschlossen.

Am Freitag kam ich relativ spät zum Event und sah mir auch nur den Vortrag von jiska über Wireless Physical Layer Security an, der zwar recht tiefgehend, aber auch für Laien wie mich interessant war (wobei ich mir hier kein Fazit zutraue).

Am Samstag besuchte ich den sehr interessanten Vortrag „Two decades later – Keysigning in the 2000s“ von Tobias Müller, der einigen sicher von GNOME und der GNOME Foundation bekannt sein dürfte. Er redete über komplizierte und nicht besonders spaßige bisherige Möglichkeiten, gegenseitig Schlüssel zu signieren und stellte dann ein Tool vor, mit dem er hier wenigstens mit der Verbesserung beginnen will. Das Tool werde ich sicherlich demnächst ausprobieren und etwas darüber schreiben.

Danach besuchte ich noch „Social Engineering und Industriespionage“ von David Kelm, der Vortrag war zwar interessant, allerdings recht kurz und oberflächlich (sprich: nichts neues).

Nach unserem Vortrag setzte ich mich dann noch in beide Vorträge zum Thema Nah- und Fernverkehrs API, davon wurde allerdings nur einer aufgezeichnet (I like trains), beide Vorträge (der andere hieß Nahverkehrs-APIs in Deutschland) waren informativ und gut und ergänzten sich.

Heute morgen ging es für mich los mit einem Vortrag von maxfragg, für den ich extra an einem Sonntag früh aus dem Bett kam: Porträt einer alten Dame – Was uns die Zuse Z23 über Rechnerarchitektur lehrt.
Ich hatte Max am Samstag in der Speakers Lounge kennen gelernt und vorher bei ihm im Blog schon etwas über „seine“ Zuse Z23 gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht, für Liebhaber alter Elektronik wie mich war der Vortrag genau richtig, ich habe mich später noch weiter mit ihm darüber unterhalten.

Danach hielt Frantisek Algoldor Apfelbeck im gleichen Raum einen Vortrag mit dem Namen „fermenting together for better future„, den ich mir auch noch ansah.
Frantisek habe ich am Abend vorher in seiner „Food Hacking Base“ schon getroffen, wo ich den Schluss einer sehr langen Käseverkostung miterlebte.
Der Vortrag war etwas trocken, Frantisek stellte quasi seinen Businessplan vor, nach dem er in den nächsten Jahren in Europa eine Art halbkommerziellen Hackerspace für Nahrungsexperimente aufbauen will. Er sucht dazu sowohl Platz, als auch Sponsoren.

Das war es dann auch für mich, die restlichen Vorträge werde ich als Video nachholen.
Es war ein schönes Wochenende unter interessanten Leuten und ich werde mal versuchen, nächstes Jahr wieder da zu sein (und vielleicht zwischendurch mal auf anderen Events).

Update: Völlig vergessen habe ich das Nerf-Gun-Schießen heute nachmittag. Auch das war natürlich toll und hat für das erste Mal ziemlich gut geklappt (ich habe fast alle Flaschen sofort getroffen, nur eine hat sich vehement gewehrt und ist ständig weg gesprungen). Danke also auch an @TeamTimanfaya und @Habrok42.